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Melanie Rudolph ist neue Geschäftsführerin der VHS Hildesheim

Melanie Rudolph - Zugänge zu den Bildungsangeboten sollen weiter erleichtert werden.

 Seit dem 1. Juli hat die Volkshochschule Hildesheim mit Melanie Rudolph eine neue Geschäftsführerin. Die ersten Monate sollen dem Kennenlernen, Orientieren und Einarbeiten dienen. Doch dabei will es die 37-Jährige auch zu Beginn nicht belassen.

Melanie Rudolph stammt ursprünglich aus dem Sauerland. Für das Studium der Informationswissenschaften kam sie 2009 nach Hildesheim – und ist geblieben. Mittlerweile ist sie verheiratet und hat drei Kinder.

Nach ihrem Masterabschluss arbeitete sie zunächst an der Uni als wissenschaftliche Mitarbeiterin weiter. Nach rund zweieinhalb Jahren nahm sie eine Stelle bei der TÜV Nord Akademie an. Bei diesem Träger für berufliche Weiterbildung umfassten ihre Zuständigkeiten die Weiterentwicklung und Organisation eines Intranets, Unternehmens- und Prozessentwicklungen und Digitalisierungsprozesse. Schnell stieg sie zudem in die Unternehmensführung auf.

Ihr neuer Arbeitsort, die Volkshochschule Hildesheim, ist für sie kein unbekanntes Terrain, denn im Zuge ihrer studentischen Mas­terarbeit zum Thema „Berufliche Entwicklung und Digitalisierung“ arbeitete sie auf Empfehlung ihres damaligen Professors eng mit der Volkshochschule zusammen. 

Zudem hat sie als Teilnehmerin selbst Kurse belegt, unter anderem einen Sprach- und einen Nähkurs.
Die Thematik rund um Bildungsangebote übt auf Melanie Rudolph eine große Faszination aus. „Ich brenne für Erwachsenenbildung“, unterstreicht sie gleich zu Beginn des Gesprächs.

Zusammen mit ihrer Belegschaft will sie dazu neue Ideen entwickeln und erarbeiten. Gespräche mit Partner*innen und Mitarbeiter*innen der Volkshochschule sind ihr dabei ganz wichtig. Dafür reserviert sie sich nach Möglichkeit eigens ein Zeitkontingent am Morgen, denn sie möchte nah bei  den Menschen sein, mit ihnen zusammenarbeiten und die aktuelle Stimmung mitbekommen.

Für die Zukunft hat sich die neue Geschäftsführerin bereits einiges vorgenommen. Die Zugänge zu den Bildungsangeboten der Volkshochschule sollen erleichtert werden, auch durch weitere Digitalisierungen. Zudem sollen ländliche Regionen und Gebiete nicht weiter abgehängt werden. „Ich will vor Ort sein, mit Angeboten, die die Leute abholen“, sagt Melanie Rudolph entschlossen. Dabei würde sie gerne vorhandene Strukturen nutzen und Kooperationen eingehen, beispielsweise dadurch, dass Kurse in Pflegeinrichtungen, Schulen oder Dorfgemeinschaftshäusern angeboten werden. Deshalb ist eine Vernetzung unter Bildungsträgern so wichtig, damit man voneinander profitieren kann und gegenseitig auf die Angebote aufmerksam macht, wie sie betont. 

Nach Möglichkeit sollen alle Altersgruppen erreicht werden, wenngleich von den ca.  30.000 Nutzer*innen  der Bildungseinrichtung Kinder und Jugendliche eher in der Minderzahl sind.

Insbesondere die Themen Künstliche Intelligenz und mentale Gesundheit werden in der Zukunft besonders relevant sein. Zudem möchte Melanie Rudolph verstärkt miteinander vernetzte Angebote auf den Weg bringen, wo man dann vielleicht beim Kochen eine neue Fremdsprache lernt. Die Rezepte wären dann natürlich auf das entsprechende Land ausgerichtet.

Besonders am Herzen liegen ihr Projekte, die Bildung für alle ermöglichen und alle Menschen daran teilhaben lassen, wie z. B. Alphabetisierungskurse. Zudem komme der Demokratiebildung in der heutigen Zeit eine besondere und wichtige Bedeutung zu.
Damit Bildungsangebote auch zukünftig angenommen werden und erfolgreich sind, müsse man ab und an neue Konzepte, Ideen und Methoden ausprobieren. Noch wichtiger sei aber die Unterschiedlichkeit der Menschen anzuerkennen und somit auf ihre unterschiedlichen Bedürfnisse einzugehen, erläutert Geschäftsführerin Rudolph.

Angesichts knapper werdender Finanzmittel wird dies für die Geschäftsführung möglicherweise kein leichtes Unterfangen.
Allerdings wird Melanie Rudolph diese Herausforderung sicherlich voller Tatendrang angehen, denn bei ihr stehen die Menschen im Vordergrund und dass diese einen Zugang zu Bildung bekommen – unabhängig von gesellschaftlicher Stellung, Herkunft oder Alter.

Text und Foto: Axel Steiner

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