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Wenn Kinder Bauchschmerzen haben

Für den Kindergastroenterologen und -hepatologen Dr. med. Tobias Rasche und Susanne Rohde von der Kindergastroenterologischen Ambulanz steht das Wohl der kleinen Patienten an erster Stelle. Sie nehmen sich bewusst Zeit, um Familien Orientierung und Sicherheit im Umgang mit der Erkrankung zu schenken.
Für den Kindergastroenterologen und -hepatologen Dr. med. Tobias Rasche und Susanne Rohde von der Kindergastroenterologischen Ambulanz steht das Wohl der kleinen Patienten an erster Stelle. Sie nehmen sich bewusst Zeit, um Familien Orientierung und Sicherheit im Umgang mit der Erkrankung zu schenken.

Bauchschmerzen, Verdauungsprobleme oder Unverträglichkeiten können den Alltag von Kindern und ihren Familien stark belasten. Wenn Schulfehltage zunehmen, die Sorge um das Gedeihen wächst oder Mahlzeiten zum Stressfaktor werden, ist der Weg zur richtigen Diagnose oft lang und kräftezehrend. Die Abteilung für Kindergastroenterologie im Kinderzentrum am Helios Klinikum Hildesheim bietet hier eine verlässliche Anlaufstelle: mit viel Erfahrung, moderner Medizin und einem besonderen Blick für die Bedürfnisse junger Patientinnen und Patienten und deren Familien.

Ganzheitliche Diagnostik statt reiner Symptombehandlung 

Das Spektrum der Abteilung ist breit gefächert. Es reicht von der Behandlung chronisch-entzündlicher Darmerkrankungen (CED) wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa über Leber- und Gallenwegserkrankungen bis hin zu komplexen Nahrungsmittelunverträglichkeiten und Zöliakie. Auch funktionelle Beschwerden, die im klinischen Alltag oft schwer einzuordnen sind, werden in der Klinik systematisch abgeklärt. 

„Gerade bei Kindern ist es wichtig, nicht nur die Symptome zu sehen, sondern die gesamte Krankengeschichte einzubeziehen und das Umfeld zu verstehen. Wir nehmen uns Zeit für unsere Patientinnen und Patienten. Unser Ziel ist es, Orientierung zu schaffen, wirksam zu helfen und Familien die Sicherheit zu geben, die sie im Umgang mit den Beschwerden der Erkrankung ihres Kindes brauchen. Ein wichtiger Aspekt ist es, zu überlegen, ob weiterführende Untersuchungen gerechtfertigt sind, und wenn ja, welche. Auch um die Kinder vor „zu viel“ Diagnostik zu bewahren“, erläutert Oberarzt Dr. med. Tobias Rasche, Kindergastroenterologe und -hepatologe am Klinikum.

Für betroffene Kinder und ihre Familien bedeutet dies vor allem eines: gezielte Diagnosen und individuell abgestimmte Therapien. Auch für die Region stellt die Abteilung einen wichtigen medizinischen Anker dar. Durch kontinuierliche Fortbildung, enge Vernetzung mit niedergelassenen Kinderärztinnen und -ärzten, die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Ärztinnen und Ärzten, Pflegekräften, Ernährungsberatung und psychosozialen Diensten sowie die Teilnahme an wissenschaftlichen Studien wird ein dauerhaft hoher Qualitätsstandard sichergestellt.

Diagnostik nach dem Ausschlussprinzip

Ein wesentlicher Teil der Arbeit besteht in der systematischen Ursachenforschung. Wenn Laborbefunde (Blut, Stuhl) oder Tests auf Laktose- und Fruktoseintoleranz keine organischen Befunde liefern, liegt der Fokus auf der Behandlung funktioneller Bauchschmerzen, welche sich bei Kindern häufig sehr unterschiedlich ausdrücken können. Dank moderner Verfahren können notwendige Untersuchungen für die jungen Patientinnen und Patienten schonend durchgeführt werden.

„Unser Anspruch ist es, medizinisch sinnvoll und empathisch mit den Kindern bzw. Jugendlichen und ihren Familien umzugehen“, so der Oberarzt weiter. Für Familien in der Region bedeutet das vor allem kürzere Wege und eine Versorgung auf hohem Niveau direkt vor Ort. Rasche betont: „Mir ist es wichtig, einen guten Austausch mit den Praxen zu haben, auch unabhängig von der Sprechstunde. Die Kolleginnen und Kollegen kennen die Familien länger und besser, sodass nicht selten nochmals Kontakt aufgenommen wird, um das weitere Vorgehen gemeinsam zu besprechen.“
Die enge Zusammenarbeit mit niedergelassenen Kinderärztinnen und -ärzten sorgt dafür, dass Diagnostik und Therapie gut aufeinander abgestimmt sind und Kinder langfristig begleitet werden können.

„Viele Familien sind erleichtert, wenn sie wissen, dass es diese spezialisierte Versorgung in ihrer Nähe gibt“, sagt Dr. med. Guntram Schwörer, Chefarzt der Kinderklinik. „Wir möchten Vertrauen schaffen und zeigen: Hier sind Kinder und ihre Familien in guten Händen.“

Foto und Text: Helios Klinikum Hildesheim

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