Hunderte Herzen für den Rettungsdienst
Mit dem Abzug des Rettungswagens und der Rettungsaußenstelle in Sottrum hat sich die rettungsdienstliche Versorgung für die Gemeinde Holle spürbar verschlechtert. Aus Sicht der Gruppe CDU/Grüne Bürgerliste im Holler Gemeinderat wurde damit ein wichtiger Bestandteil der kommunalen Daseinsvorsorge geschwächt.
Die Entscheidung zum Abzug des Rettungswagens aus Sottrum fiel zudem in eine Zeit, in der der neue Rettungsdienstbedarfsplan kritisch diskutiert wurde. Hier besteht die Sorge, dass sich die Hilfsfristen in ländlich geprägten Gemeinden verlängern und Rettungsmittel im Ernstfall später am Einsatzort eintreffen. Gerade für die Bürgerinnen und Bürger in Holle ist eine schnelle medizinische Hilfe im Notfall von entscheidender Bedeutung.
Um den Unmut und die Sorgen der Bürgerinnen und Bürger sichtbar zu machen, veranstaltete die Gruppe CDU/Grüne Bürgerliste an den ersten beiden Samstagen im Juli die Aktion „Ein Herz für den Rettungsdienst“ auf dem Parkplatz des EDEKA-Marktes in Holle.
Die Resonanz war überwältigend. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger nutzten die Gelegenheit, ein rotes Herz auf ein vorbereitetes Plakat zu kleben und damit ihre Unterstützung für eine bessere rettungsdienstliche Versorgung zum Ausdruck zu bringen.
Darüber hinaus entwickelten sich viele offene und konstruktive Gespräche. Immer wieder wurde deutlich, daß sich viele Menschen durch den Wegfall des Rettungswagens und der Außenstelle in ihrer Sicherheit beeinträchtigt fühlen. Die Sorge, dass sich im Notfall die Hilfsfristen verlängern können, beschäftigt viele Bürger.
Die Aktion wurde von den Besucherinnen und Besuchern ausgesprochen positiv aufgenommen und machte deutlich, wie groß der Wunsch nach einer wohnortnahen und verlässlichen Notfallversorgung ist. Für die Initiatoren war dies ein starkes Signal dafür, dass das Thema die Menschen in Holle bewegt und weit über parteipolitische Grenzen hinaus von großer Bedeutung ist.
Vor diesem Hintergrund begrüßt die Gruppe CDU/Grüne Bürgerliste ausdrücklich die Absicht, die für Holle tatsächlich geltenden Hilfsfristen durch unabhängige Gutachter überprüfen zu lassen.
Eine objektive Bewertung der tatsächlichen Eintreffzeiten der Rettungskräfte und der Auswirkungen des neuen Rettungsdienstbedarfsplans ist notwendig, um Klarheit über die Versorgungssituation zu schaffen und gegebenenfalls erforderliche Verbesserungen einzufordern.
Die Gruppe CDU/Grüne Bürgerliste wird das Plakat mit den zahlreichen gesammelten roten Herzen nun als sichtbares Zeichen des Bürgerwillens an den Landrat bzw. den Landkreis Hildesheim übergeben. Damit wird eindringlich verdeutlicht, dass viele Bürgerinnen und Bürger eine Verbesserung der rettungsdienstliche Versorgung erwarten und sich für eine Stärkung dieses wichtigen Bereichs der öffentlichen Daseinsvorsorge einsetzen.
Dr. Henning Zellmer,
Gerd Samblebe
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