Etwas zerstören, um zu lernen
In den letzten Wochen standen am Feuerwehrhaus Lengede zwei verunfallte Fahrzeuge, nach und nach blieb immer weniger an ihnen heil. Was ist passiert?
Die Feuerwehr rückt nicht nur zur Brandbekämpfung aus, auch die technische Hilfeleistung hat einen großen Anteil an den Einsatzzahlen. Die Herausforderungen für die Feuerwehreinsatzkräfte steigen durch immer neue Technik und Sicherheitseinrichtungen. Um im Ernstfall schnell helfen und verletzte Personen sicher aus verunfallten Fahrzeugen retten zu können, muss an echten Fahrzeugen geübt werden.

Priorität hat bei einem Verkehrsunfall mit eingeklemmten Personen immer die möglichst schonende Befreiung der Fahrzeuginsassen. Bewegungen des Fahrzeugs sind soweit möglich zu vermeiden, um Verletzungen nicht zu verschlimmern.
Muss das Fahrzeug zerschnitten werden, um die eingeklemmte Person befreien zu können, ist also ohne nennenswerte Erschütterungen beispielsweise eine verzogene Tür zu entfernen oder sogar das Dach des Fahrzeugs abzunehmen.
Dabei können nicht ausgelöste Airbags zur Gefahr werden und alternative Antriebe erfordern umfangreiches Wissen.
Die Feuerwehr setzt neben schwerem Rettungsgerät dazu auch Tablets ein, mit denen vor Ort nachgelesen werden kann, wo im betroffenen Fahrzeugtyp Airbags und Batterien verbaut sind und an welchen Punkten zum Zerschneiden des Fahrzeugs angesetzt werden soll.

Im Übungsdienst kann in Ruhe überlegt und ausprobiert werden, welche Eingriffe an welcher Stelle die besten Zugangsöffnungen schaffen.
Im Ernstfall kann man auf dieses Wissen zurückgreifen und Unfallopfern schnell die Versorgung durch den Rettungsdienst ermöglichen.
Text und Fotos: Kathrin Zimmermann
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