Nebelkrähen über Garmissen
In diesem Sommer konnten Besucher in Garmissen ungewöhnliche Beobachtungen machen. Rüben und Karotten, Kartoffelprodukte, Mikroben, Fuchs und Hase und ein Schwarm Nebelkrähen wurden an den Wochenenden immer wieder gesichtet. Dafür gibt es eine gute Erklärung: Das Forum Heersum war mit dem Stück „Dr. Rübenstein“ zu Gast in Garmissen.
Das Landschaftstheater mit fünf Spielorten in Garmissen bewegte pro Vorstellung rund 300 Zuschauer durch das Dorf. Auch auf den Wegen zwischen den Spielorten wurden die Besucher bestens unterhalten. Die bunten Mikroben, die das Wetter beherrschenden „Donnas“ und die eifrige „Rübenpresse“ stimmten das Publikum auf die nächsten Szenen ein. Die musikalische Begleitung übernahmen die vorzüglichen „Big Beets“, eine eigens für „Dr. Rübenstein“ zusammengestellte „Grashüpfer-Band“.
Neben vielen anderen Darstellern und Helfern aus Garmissen, Garbolzum und Ahstedt hatte auch der gemischte Chor eine bedeutende Rolle übernommen. Der Chor der Nebelkrähen, der in verschiedenen Szenen des Stückes zu sehen und zu hören war, wurde von den Sängerinnen und Sängern des Chores unter der bewährten Leitung von Florian Brandhorst dargestellt.
Für viele Mitglieder des Chores war es eine neue Erfahrung. Neben den Gesangsstücken gab es auch schauspielerische Herausforderungen zu bewältigen. Das zuerst noch sehr ungewohnte Kostüm aus Flügeln, Sonnenbrille und befiederter Kappe machte aus den Sängerinnen und Sängern des Chores im Laufe der Zeit „stimmgewaltige Nebelkrähen“. Lieder wie „Bring aus die Saat“, die „Kartoffelkantate“ und „Lollipop“ waren Bestandteile der Geschichte rund um Dr. Rübenstein und die Rübenackerdemie.

Auf dem Weg zur Pause erfreute der Chor das Publikum mit der Darbietung von Bill Ramseys „Zuckerpuppe aus der Bauchtanzgruppe“ und erntete dafür begeisterten und fröhlichen Applaus.
Der Höhepunkt jeder Vorführung war die Abschluss-Szene in der Kartoffelhalle der Familie Riepl-Bauer. Hier kamen alle Darstellenden zum großen Finale zusammen. Mit „Gute Vibrationen“, einer Interpretation von „Good Vibrations“ wurde die spannende Geschichte um Rüben, Rübchen und Karotten und allerhand schädliches Getier zu einem grandiosen Ende gebracht.
Den Mitgliedern des Gemischten Chores hat es viel Spaß und Freude gemacht an einem Projekt des Forum Heersum in tragender Rolle teilzunehmen. Der Chor hat wieder einmal bewiesen, das Chorsingen nicht nur bedeutet, ordentlich aufgereiht auf der Bühne zu stehen.
Zu guter Letzt bleibt eigentlich nur eine Frage offen – wann fliegen die Nebelkrähen wieder?
Doris Stone, Beate Senholdt
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