Knapp 100 Nistkästen für die Gemeinde Söhlde
Die Gemeinde Söhlde kann sich über zahlreiche neue Lebensräume für heimische Vogelarten und Fledermäuse freuen: Im Rahmen der Arbeitsgemeinschaft der Ortsnaturschutzbeauftragten wurden knapp 100 Nistkästen beschafft und an verschiedenen Standorten in der Gemeinde angebracht.
Unter der Leitung von Boto Stahlecker und mit Unterstützung des Ratsmitglieds Silke Könnecker gelang es, über die Stiftung Naturlandpflege Hannover Fördermittel der BINGO-Umweltstiftung in Höhe von rund 2.800 Euro einzuwerben. Die Förderung ermöglichte die Anschaffung einer gut beladenen Europalette mit Nistkästen für unterschiedliche Tierarten.
Die Verteilung der Nistkästen erfolgte durch die Ortsnaturschutzbeauftragten u. a. an die engagierten Helferinnen und Helfer der Aktion „Saubere Landschaft“. Besonders die Nisthilfen für Blau- und Kohlmeisen fanden zahlreiche neue Standorte in der Gemeinde. Darüber hinaus konnten auch spezielle Kästen für Fledermäuse, Mehlschwalben und Mauersegler an geeigneten Orten installiert werden.
Die Zusammenarbeit mit der Stiftung Naturlandpflege besteht bereits seit rund vier Jahren. Ihren Ursprung hatte sie im Rahmen eines etwa acht Hektar großen Blühstreifenprojekts. Mit dieser Initiative nahm die Gemeinde Söhlde eine Vorreiterrolle ein und legte den Grundstein für das inzwischen kreisweit etablierte Projekt FABiAN (Förderung der Artenvielfalt und Biotopvernetzung in der Agrarlandschaft Niedersachsen) im Landkreis Hildesheim.
FABiAN steht für einen modernen Vertragsnaturschutz, bei dem landwirtschaftliche Betriebe ihre Bewirtschaftung an die jeweiligen regionalen Gegebenheiten anpassen. Zu den vielfältigen Maßnahmen gehören unter anderem Blühstreifen, Insektenwälle, spezielle Getreideanbauverfahren zum Schutz des Feldhamsters sowie gezielte Fördermaßnahmen für Feldvögel. Die fachliche Betreuung und wissenschaftliche Auswertung erfolgen durch die Stiftung Kulturlandpflege als Vertragspartner.
Das Projekt baut auf erfolgreichen Erfahrungen aus anderen Regionen auf. Ein besonders nahegelegener und etablierter Projektstandort befindet sich im Landkreis Goslar. Dort wird das Programm bereits seit 2020 erfolgreich umgesetzt und inzwischen mit eigenen Mitteln des Landkreises finanziert.
Zum Abschluss sprechen die Organisatoren allen Beteiligten ihren Dank aus. Insbesondere die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft der Ortsnaturschutzbeauftragten sowie die zahlreichen Helferinnen und Helfer der Aktion „Saubere Landschaft“ haben maßgeblich zum Gelingen beigetragen.
„Naturschutz kann nur gemeinsam erfolgreich sein“, betonen die Verantwortlichen. Die große Unterstützung innerhalb der Gemeinde zeigt eindrucksvoll, wie viel durch gemeinschaftliches Engagement für den Erhalt der heimischen Artenvielfalt erreicht werden kann.
Weitere Infos über das Projekt FABiAN finden Sie unter: www.fabian-projekt.de
Silke Christin Könnecker
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