„Jugend verbindet-OUTDOOR-SPEZIAL“
Unter der Weide haben zwei Jungs nach einer Auseinandersetzung blutende Platzwunden am Kopf. Sofort leisten die Schulsanitäterinnen der Realschule Vechelde Erste Hilfe. Sie setzen den Notruf ab, versorgen die Wunden und beruhigen die Verletzten bis der Rettungswagen kommt.
Zum Glück ist das Blut nur täuschend echte Theaterschminke und niemand dröhnt der Schädel, denn dies ist eine von sieben Stationen von „Jugend verbindet“.
Die Veranstaltung ist einzigartig in Niedersachsen. Beim Aktionstag der Schulsanitäter gibt es vielfältige Aktionen rund um Erste-Hilfe-Stationen. Hier zeigen Teams der Region aus den Jahrgängen 6-10 ihr Können an Erste Hilfe Stationen und freuen sich über den Austausch mit echten Profis vom Rettungsdienst.

Möglich gemacht hat den Tag der Gemeinde-Unfallversicherungsverband Braunschweig gemeinsam mit dem Arbeiter-Samariterbund und den Maltesern. Sandra Hecker (GUV BS) freut sich über das ehrenamtliche Engagement sowohl von Mitarbeitern der Hilfswerke, als auch von sechs Schulen, die alles mitgeplant haben.
„Es machen 28 Teams aus Schulen von Peine über Helmstedt bis Goslar mit.“, erklärt Hecker. Erste Hilfe-Stationen und Pausenaktionen im Wechsel sorgen für ein abwechslungsreiches Outdoor-Programm.
Schulsanitäterin Guiliana ist von den geschminkten Verletzungen beeindruckt: „Die Schüler, die eine verletzte Person gespielt haben, waren in ihrer Rolle so gut, dass ich manchmal dachte, es wäre echt.“
Amy-Sue legt gerade an Station 3 einen Druckverband an und tröstet die Verletzte. „Ich finde es sehr schön zu sehen, was wir als Team schon alles können und wo wir uns noch verbessern können.“, sagt sie später.
Schulsanitäterin Nina blickt auf den Aktionstag im Braunschweiger Kennelbad ebenfalls positiv zurück: „Die unterschiedlichen Stationen waren sehr interessant. Am besten hat mir unser Einsatz bei der letzten Station gefallen.
Die Rettungskräfte waren sehr zurückhaltend und hilfsbereit.“ Carlotta lobt die spannenden Zusatzangebote in den Pausen: „Der Parcours mit einer Person auf der Trage war lustig. Richtig toll fand ich auch den Anzug aus Gewichten und Bandagen auszuprobieren, mit dem man sich fühlt wie ein alter Mensch mit ganz vielen Einschränkungen.“
Als ein Junge mit Wespenstichallergie kurz vorm anaphylaktischen Schock steht, reagiert das Sani Team der Realschule Vechelde sehr besonnen und hilft ihm dabei, sich selbst sein Notfallmedikament als EpiPen zu verabreichen.
Alle spielen die brisante Situation souverän durch und Bera bringt es anschließend auf den Punkt: „Es hat Spaß gemacht. Man konnte vieles ausprobieren, anderen Teams zuschauen und sich selber testen. Ich traue mir jetzt bei der Ersten Hilfe noch mehr zu.“
Text und Fotos: Karin von Conradi
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