Freiwillige Feuerwehr Bettrum besucht Werkfeuerwehr in Wolfsburg
Am Samstag, 4. Juli, machten sich 13 Kameradinnen und Kameraden auf den Weg nach Wolfsburg, um die Werkfeuerwehr des Volkswagenwerks zu besichtigen. Begleitet wurde die Gruppe von ihrem Kameraden Steffen Kirschner, der dort als stellvertretender Leiter der Werkfeuerwehr tätig ist und die Führung persönlich übernahm.
Die Kameradinnen und Kameraden erhielten einen umfassenden Überblick über das gesamte Werksgelände. Schnell wurde klar, dass Volkswagen in Wolfsburg einer eigenen Stadt gleicht. Neben den Produktionshallen befinden sich auf dem Gelände unter anderem eine eigene Fleischerei, zahlreiche Kantinen, Forschung und Entwicklung, ein Prüfgelände für den Prototypentest, Bunkeranlagen sowie eigene Kraftwerke. Entsprechend hoch sind auch die Anforderungen an die Werkfeuerwehr: Innerhalb von fünf Minuten muss jede Einsatzstelle erreicht werden – eine Herausforderung, da sich die Fahrwege durch abgestellte Neufahrzeuge regelmäßig verändern können.
Besonders beeindruckend war die Erkenntnis, dass selbst die oberen Ebenen der Hallen mit speziellen Kleinlöschfahrzeugen erreicht werden können. Über eigens dafür errichtete Rampen und sogar über Verbindungsbrücken zwischen den Hallen können die Einsatzkräfte alle Bereiche des Werks schnell erreichen und im Ernstfall wirksam eingreifen.
Während der Führung erläuterte unser Kamerad den Aufbau und die Aufgaben der Werkfeuerwehr. Drei Wachabteilungen sorgen im 24-Stunden-Schichtdienst rund um die Uhr für den Brandschutz. Unterstützt werden sie von einer eigenen Leitstelle mit werksinterner Notrufnummer.
Mit jährlich rund 2.500 bis 3.000 Einsätzen bewältigt die Werkfeuerwehr ein breites Einsatzspektrum – von Bränden und technischer Hilfeleistung über ABC-Einsätze und Rettungsdienst bis hin zu Fehlalarmen. Darüber hinaus übernehmen die Einsatzkräfte zahlreiche technische Aufgaben wie die Wartung von Feuerlöschern, die Instandsetzung von Schläuchen oder die Prüfung der Hydranten auf dem gesamten Werksgelände.
Auch die Feuerwache selbst hinterließ einen bleibenden Eindruck. Moderne Aufenthalts- und Ruheräume, eine große Küche, Umkleiden, Werkstätten für Atemschutz und Schlauchpflege, ein Fitnessraum, Büroräume sowie die interne Leitstelle zeigen, wie umfassend die Infrastruktur der Werkfeuerwehr ausgelegt ist. Für besondere Begeisterung sorgte die klassische Rutschstange, die sich drei Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr natürlich nicht entgehen ließen.
Ein weiteres Highlight war die Besichtigung der Fahrzeughalle. Hier wurde deutlich, wie speziell die Fahrzeuge auf die Anforderungen des Werks abgestimmt sind. Neben bekannten Einsatzfahrzeugen verfügt die Werkfeuerwehr über zahlreiche Sonderfahrzeuge.
Dazu zählen unter anderem Wechselladerfahrzeuge mit unterschiedlichen Abrollcontainern, ein Schaumzumischer mit einer Leistung von 4.000 Litern pro Minute, Kleinlöschfahrzeuge, ein Anhängerlüfter sowie eine Teleskopmastbühne mit einer Rettungshöhe von 45 Metern.
Diese kommt nicht nur auf dem Werksgelände zum Einsatz, sondern unterstützt regelmäßig auch Feuerwehren der Region – ein gutes Beispiel für die enge Zusammenarbeit der Feuerwehren untereinander.
Den gelungenen Tag ließen die Kameradinnen und Kameraden bei Currywurst und Pommes im Vereinsheim gemütlich ausklingen.
Die Freiwillige Feuerwehr Bettrum bedankt sich herzlich bei ihrem Kameraden Steffen Kirschner für die interessante und informative Führung, bei der gesamten Werkfeuerwehr Volkswagen für die Gastfreundschaft sowie bei Friedhold Wolter für die hervorragende Verpflegung. Die Besichtigung wird allen Kameradinnen und Kameraden sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben.
Björn Hampe
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